Die Band

Die Todesfee

Immer nur den Todgeweihten singen, tagein, tagaus, das wurde der Todesfee mit der Zeit etwas zu eintönig. Und wenn schon Tod selbst die Bühne betritt – warum dann nicht auch seine Botin?

Denn neben ihrer Stimme vermag sie auch mit allerley Klangwerk zu betören: der Shakuhachi aus dem fernen Japan und dort zur Meisterschaft gebracht, der Bardenharfe und dem Klavier, um nur ein paar davon zu nennen. Außerdem fließet so manches Liedlein, mal mystisch-verträumt, mal rätselhaft, dabei stets mit einer kräftigen Prise Dunkelheit gewürzt, aus ihrer Feder.

Die Sirene

Weil sich von Kreuzfahrtschiffen und Tankern nur schwer Menschen ins Meer locken lassen, hat es die Sirene an feste Gestade gezogen, um sich dort ihrem Gesang zu widmen, ihre Stimme zu schulen und verschiedene musikalische Einflüsse zu vereinen. Welch ein Glück, dass sie an Land Gleichgesinnte traf! Nun entlockt sie ihrer Kehle, dem Klavier oder der Querflöte das eine ums andere Mal eine sehnsuchtsvolle, düstere oder treibende Melodey.

Die Sirene liebt die Lyrik und so fließen auch Verse und Strophen – denn das gesungene Wort reist bekanntlich am weitesten.

Die Hexe

Gebrochene Seelen, Tod und wilde Tänze; Dafür gibt sogar die Hexe ihr Eremitendasein auf.

Geborgen im Schoße der Dunkelheit und stets darum bemüht, dem Moralismus der Obrigkeit die Stirn zu bieten, kamen für sie nie andere Instrumente, als des Teufels Fistula, oder genauer gesagt, allerley Sackpfeif- und Windinstrumente, in Frage.

So wie sie gerne absonderliche Zutaten zu noch absonderlicheren Tränken verarbeitet, so liebt sie das Ansetzen und die Vermengung von Wörtern, Reimen und Geschichten.

Einfach magisch

Das Tier

Immer auf der Jagd und immer nur fangen, töten und dann weiter kann auch nicht alles sein. So sagte sich das Tier: Warum nur das Fleisch der Menschen fangen, wenn man auch ihre Seelen fangen kann?

Somit brachte es seine Kraft auf das Schlagwerk und fand in den dunklen bestrumpften Gestalten Partner, die genauso die Seelen einfangen wollten. Auch kamen ein paar der Verse aus seinem wilden Verstand.

Wild und Ungezähmt

Der Irre

Die Geister durch Einblicke in verstörende Innenwelten, und durch die schrillen Klänge seines Saiteninstruments, in haltlose Verwirrung zu stürzen, das ist

des Irren Obsession. Um seine Kreise zu weiten, folgte er dem Ruf des Tieres, welches ihn bald mit

der Fee des Todes bekanntmachte. Ganz entzückt von den neuen Geistesblitzen und wie von

Sinnen von den Klängen spielt er nun auf zum Tanz. Um einen Samen zu pflanzen, aus dem dann

etwas Irrsinn keime. Auf dass er in alle Seelen Einzug halten möge, die, ergriffen von wohliger

Umnachtung, dem strumpfsockigen Tanze frönen.

Einfach nur irre

Der Tod

Geheimnisumwoben, unheimlich, wandelbar – bester Freund oder ärgster Feind?

Er ist eine sehr polarisierende Gestalt. Doch egal, ob wir ihn lieben, hassen oder fürchten – eines Tages werden wir mit Ihm ins Gespräch kommen. Oder wie der Brandner Kasper mit ihm zechen und spielen.

Doch hier und heute sorgt er mit seinem Bass dafür, dass es Euch vorher noch ordentlich in die Hüften und Beine fährt!

Allgegenwärtig